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Digitalen Fußabdruck verringern: Grüne Alternativen zu bekannten Online-Tools

Webdesigner scibblet in Buch Webdesign neue Website

Ein Tipp von

Tobias Köppen Online Marketing

Themen

Über alternative Suchmaschinen, Google Maps Alternativen und Tipps für weniger Datenverbrauch für Unternehmen und Privatpersonen

Wir sind regelmäßig auf der Suche nach grünen Alternativen für den beruflichen und privaten Alltag. Das gilt auch für Online-Tools. Denn der Verbrauch von Ressourcen durch die Internetnutzung macht heutzutage einen großen Anteil an unserem ökologischen Fußabdruck aus.

In diesem Artikel zeigen wir euch, welche grünen Alternativen wir zu den gängigsten Online-Tools gefunden haben, wie zum Beispiel Suchmaschinen oder Kartendienste. Wir schauen nach Möglichkeiten für Unternehmen alternative Tools für die Firmen-Website zu nutzen und was Mitarbeiter:innen positiv beeinflussen können.

Auch für den privaten Gebrauch geben wir Tipps zur Reduzierung unseres digitalen Fußabdrucks, zum Beispiel beim Streaming von Musik oder Filmen und der Nutzung eures Smartphones.

Inhaltsverzeichnis:

Alternative Suchmaschinen zu Google
Alternativen zu Google Maps
Alternative Tools für Unternehmen
Privat den digitalen Fußabdruck verringern

Ecosia Suchmaschine Startbildschrim auf Smartphone

Grüne Suchmaschinen-Alternative zu Google

Relevant für Unternehmer:innen sowie Privatpersonen.

Ecosia – die alternative Suchmaschine zu Google

Google ist bei den Suchmaschinen in Deutschland mit Abstand Marktführer. Im Juni 2021 lag der Anteil der Suchen mit Google im Bereich Desktop bei 84,94% und mobil sogar bei 96,64% (Quelle: Statista). Jede Suchanfrage wird um die Welt geschickt und verbraucht Energie in den Rechenzentren. Ecosia ist eine alternative Suchmaschine zu Google. Ecosia nutzt die Bing-Engine von Microsoft und pflanzt als CO2 Ausgleich pro 45 Suchanfragen einen Baum in wichtigen Regionen unseres Planeten. Wo Bäume gepflanzt werden und warum, wird gut auf YouTube erklärt und dokumentiert. Ecosia ist mittlerweile nach Google und Bing (9,43%) die drittmeist genutzte Desktop-Suchmaschine in Deutschland mit 1,67%. Ecosia finanziert sich ähnlich wie Bing oder Google über Anzeigen in den Suchmaschinenergebnissen.

Spannende Features (siehe Screenshot unten): 

  • Ecosia zeigt euch oben rechts an, wie viele Bäume ihr mit euren Suchanfragen bereits gepflanzt habt
  • In den Suchergebnissen wird ein Blatt-Symbol angezeigt für grünere und nachhaltigere Ergebnis-Optionen

Tipp: Privat und beruflich Ecosia als Standardsuchmaschine einstellen. So ändert ihr eure Standardsuchmaschine in den Browsern Chrome, Firefox oder Microsoft Edge.

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Gexsi – eine weitere alternative Suchmaschine zu Google

Gexsi wird betrieben von Good Search, einem B Corp zertifizierten Social Business aus Berlin. Eigentümerin ist zu 100% die gemeinnützige Good Impact Foundation. Durch deine Suche auf Gexsi werden Einnahmen generiert. Mit diesen Einnahmen werden weltweit innovative, soziale Projekte unterstützt: „Setze ein Zeichen – unterstütze mit deiner Websuche die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs)“. Hier gelangt ihr zu den unterstützten Projekten von Gexsi.

gexsi.com

Alternativen zu Google Maps

Treeday – Nachhaltige Unternehmen in der Nähe finden

Treeday ist ein Kartendienst zur Suche nach Unternehmen für nachhaltigen Konsum. Anhand eines Scores, der den Grad der sozialen, ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeit von Unternehmen auf einer Skala von 0 bis 100 misst, können Benutzer:innen interessante Unternehmen finden. Durch die Verwendung der Plattform werden Bäume gepflanzt. Unternehmen können sich bei Treeday registrieren und sich so einer interessanten Zielgruppe präsentieren. Die Treeday-Map wird unter anderem von ecosia verwendet. 

www.treeday.net

OpenStreetMap – Alternative zu Google Maps auf der eigenen Website

OpenStreetMap ist ein weltweites Open-Source Projekt, das eine freie und kostenlose Weltkarte anbietet. Im Gegensatz zu Google Maps ist OpenStreetMap nicht ganz so „schön“ und intuitiv in der Nutzung, dafür werden keine Daten der Nutzer:innen weitergeleitet. Für einige Funktionen auf der Website ist OpenStreetMap aber auf jeden Fall ausreichend, wie die Anzeige des Standortes des Unternehmens oder die Einbindung eines Routenplaners zur Anfahrt.

openstreetmap.de

Alternative Tools für Unternehmen: Von Green Hosting bis nachhaltiger Website-Optimierung

CO2 Berechnung für die eigene Website

Wie schon erwähnt verbraucht jeder Website-Aufruf Energie. Um zu testen, wie hoch die CO2-Belastung durch den Aufruf der eigenen Website ist, kann man den Service www.websitecarbon.com nutzen. Dabei spielen Faktoren wie die Geschwindigkeit der Website oder der Hosting-Anbieter eine wichtige Rolle. Mehr dazu findet ihr in den nachfolgenden Abschnitten.

Einen weiteren Test euere Website könnt ihr bei ecograder.com durchführen.

Performance der Website

Die Geschwindigkeit, oder auch Performance, der Website spielt nicht nur eine große Rolle in der User Experience. Wer hat schon Bock lange zu warten, bis eine Website endlich geladen ist… Je länger eine Website braucht, bis alle Inhalte (Bilder, Texte, Videos, Formulare, Design, usw.) geladen sind, desto mehr Energie wird auch verbraucht. Daher sollte man bei der Erstellung einer neuen Website darauf achten, den Code schlank zu halten und auf unnötige Features zu verzichten. Beispielsweise sind viele Website-Templates für WordPress, Jimdo, WIX und wie sie alle heißen, nicht besonders performant, da immer viel Code mitgeladen wird. Daher sollte man sich bei der Erstellung einer Website oder eines Shops im Sinne der User Experience, aber auch Sinne der Umweltbelastung, überlegen, wie man eine Website aufbaut und gestaltet. Wir helfen euch gerne weiter 🙂

Nachfolgend findet ihr Tools, mit denen ihr die Performance eurer Website testen lassen könnt. Den Test von Google können wir nicht uneingeschränkt empfehlen. Google Page Speed (PageSpeed Insights) macht nur Angaben zu möglichen Optimierungen. Es lässt sich hier nicht erkennen, ob die Seite tatsächlich schnell lädt, da keine Metriken analysiert/ausgegeben werden. Wir empfehlen Google Page Speed nur für einen oberflächlichen, ersten Test, um erste Verbesserungsmaßnahmen erkennen zu können.

webpagetest.org
tools.pingdom.com

Green Hosting – Website-Server mit grüner Energie in Deutschland

Auch bei welchem Hosting-Anbieter die Website liegt, sollte wohl überlegt sein. Je mehr Daten transferiert werden, desto höher ist der Energieverbrauch und damit der CO2-Ausstoß. Schadensbegrenzung kann durch Green Hosting betrieben werden. Die Website liegt dann bei einem Hoster, der mit Ökostrom arbeitet, auf effiziente Klimatisierung setzt und ein eigenes Rechenzentrum betreibt. So bestimmt der Hoster, von wem er den Ökostrom bezieht und welche Produkte er einsetzt. Grünes Hosting mit eigenen Rechenzentren in Deutschland ist zum Beispiel bei Biohost oder Mittwald möglich.

Doch wie kann an der Ursache, dem riesigen Datentransfer, gearbeitet werden? Nun, man könnte allen Menschen auferlegen weniger zu surfen. Oder man geht das Problem von der anderen Seite an: Ursachenbekämpfung durch die Entwicklung schlanker, nachhaltiger Websites, die nicht unzählige Bytes beim Laden verbrauchen.

Privat den digitalen Fußabdruck verringern

Definition: Was ist der digitale Fußabdruck?

Der digitale Fußabdruck gibt die CO2-Emissionen an, die durch unsere täglich Nutzung des Internets entstehen. Das Öko-Institut geht dabei von vier Bereichen aus und kommt auf folgende Schätzung für Treibhausgasemissionen durch digitale Aktivitäten:

  1. Herstellung von Endgeräten: 346 kg CO2e pro Jahr
  2. Nutzung von Endgeräten:  189 kg CO2e pro Jahr
  3. Datenübertragung (Streaming, Cloud, Social Media, usw.): 76 kg CO2e pro Jahr
  4. Rechenzentren (Server):  239 kg CO2e pro Jahr

Summe pro Person: 850 kg CO2e pro Jahr

Die Herstellung und Nutzung von Endgeräten, die Übertragung von Daten über das Internet sowie die Nutzung von Rechenzentren verursachen pro Jahr einen CO2-Fußabdruck pro Person von insgesamt 850 Kilogramm. Dies ist bereits knapp die Hälfte des uns pro Person zur Verfügung stehenden CO2-Budgets, wenn der Klimawandel in noch erträglichen Grenzen gehalten werden soll.“ (Quelle: Der CO2-Fußabdruck unseres digitalen Lebensstils, Jens Gröger).

Zur Berechnung des individuellen, digitalen Fußabdruckes haben wir in unserer Recherche nichts gefunden. Es gibt aber einen CO2-Rechner des Umweltbundesamtes zur ganzheitlichen Betrachtung der eigenen CO2-Bilanz in den Bereichen Wohnen & Strom, Mobilität, Ernährung, sonstiger Konsum, Öffentliche Emissionen.

CO2 Fußabdruck berechnen

Der CO2-Fußabdruck unseres digitalen Lebensstils – Infografik vom Öko-Institut

Tipps, um den privaten, digitalen Fußabdruck zu verringern

Es geht um mehr als die bloße Reduzierung des CO2 Ausstoßes, auch um ein Hinterfragen der eigenen Aktivitäten und um einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen: Herstellung, Erwerb und Nutzung von Geräten, Energiesparmodus bei Geräten nutzen, z.B. Bildschirmschoner bei Bildschirmen einschalten, Unterstützung von nachhaltigen, digitalen Unternehmen, digital Detox.

Streaming von Musik und Filmen

Herunterladen anstatt streamen. Diese Grundregel gilt insbesondere für unterwegs. Wenn ihr also ein Album oder eine Playlist öfter hört, lieber die Download-Funktion eures Streaming-Anbieters nutzen. Die Daten werden dann auf eurem Smartphone abgespeichert und abgerufen und nicht jedes Mal wieder über das Telefonnetz oder W-LAN „live“ gestreamt. Das schont den Datenverkehr und damit Energie und die Umwelt.
Dasselbe Prinzip gilt für das Streamen von Filmen. Lieber den Film herunterladen, anstatt ihn zu Streamen. Außerdem muss es nicht immer die 4K-Auflösung sein. Eine geringere Auflösung reicht, insbesondere wenn ihr den Film unterwegs auf eurem Smartphone oder Tablet schauen wollt.

Laut dem französischen Thinktank „The Shift Project“ verursacht 30 Minuten Streaming in etwa die gleiche Menge CO2 wie eine kurze Autofahrt, nämlich etwa 1,6 Kilo CO2.

Gebrauchte Geräte kaufen oder leihen, anstatt Neuware kaufen

Es gibt schon verschiedene Anbieter, bei denen ihr aufbereitete Smartphone, Tablets, Laptops und co. kaufen könnt. Diese „Refurbished“-Geräte sind fast neuwertig, wurden oft nur wenige Tage benutzt und bieten somit dieselben Funktionen wie Neuware. Hier besteht natürlich die Hoffnung, dass dafür weniger Neuwaren produziert werden. Darüber haben wir aber keine aktuellen Zahlen gefunden. Hier eine Auswahl an Anbietern für „Refurbished“-Geräte:

greenpanda.de
refurbed.de
backmarket.de

Leihen könnt ihr elektronische Geräte auch. Diese könnt ihr dann für einen bestimmten Zeitraum nutzen und wieder zurückgeben. Das spart den Geldbeutel und Geräte werden mehrfach genutzt und (hoffentlich) vom Anbieter repariert und recycelt. Folgende Anbieter zum Verleih von Elektrogeräten haben wir gefunden:

everphone.de – Handy-Mietmodelle für Unternehmen
Groover
Cyberport – momentan nur Apple Produkte
Miet24

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Über die Autoren

Tobias Köppen Online Marketing

Tobias ist im Online Marketing bei Redeleit und Junker tätig mit Expertise in Suchmaschinenoptimierung und Inhaltserstellung. Wenn ihr mehr über Tobias und seine Arbeit bei Redeleit und Junker erfahren möchtet, nehmt gerne Kontakt mit uns auf und lernt unsere Agentur kennen!

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