DesignPrint

Recyclingpapiere — die Zeit der grauen Maus ist längst vorbei

Vom: 13.09.17
Text: Kerstin Warncke

Recycling ist im Printbereich Eine Starke Alternative geworden.

Wir lieben gut gestaltete Printprodukte, die wir auch aus haptischen Gründen nicht wieder aus den Händen legen möchten. Genauso lieben wir es in unserer freien Zeit so viel Zeit wie möglich an der frischen Luft zu verbringen und gerne auch die Welt in ihrer vielfältigen Gänze zu erkunden.

„Reisebegeisterten wie uns liegt das Thema der radikal kleiner werdenden Regenwälder ebenso am Herzen wie ein hochwertig bedrucktes haptisches Hochgefühl.“

Kerstin Warncke, Junior Designerin

Die klimatischen Veränderungen auf unsere Erde sind allgegenwärtig und oft erschütternd. Veränderungen beginnen bei uns selbst: nachhaltiger im Büro-Alltag mit unseren begrenzten Ressourcen umzugehen, aber auch unsere Kunden auf nachhaltigere Alternativen aufmerksam zu machen. Printprodukte für unsere Kunden zu gestalten, welche die Umwelt nicht mehr als nötig belasten ist uns eine Herzensangelegenheit.

Anwendungsbeispiel: Hohe Produktqualität durch 100 % Recyclingpapier

Bei dem Aufbau der eigenen Identität spielen die Werte auch bei der Papierwahl eine entscheidende Rolle. So verleihen wir unseren Kunden haptisch wie optisch ein wiedererkennbares eigenständiges Gesamtbild. Von einer schönen Visitenkarte und dem dazugehörigem Briefpapier, über das Hausprospekt oder dem Produktkatalog bis hin zur Verpackung zählt auch hier der erste Eindruck der Zielgruppe.

Für unseren Kunden Demeter im Norden — Die Bäuerliche Gesellschaft e.V. verwenden wir ein 100-prozentiges Recyclingpapier, welches die Werte der Marke aufgreift. Der naturnahe klare Look der Bilder wird dabei von der natürlichen Struktur und den farblich changierenden Partikeln im Papier, die in helleren Druckbereichen oftmals durchscheinen, unterstützt.

Recyclingpapier — So wird’s gemacht

Altpapier wird nach der Vorsortierung in dunklere und hellere Papiersorten zerkleinert, mit Wasser vermischt und alte Druckfarben, sowie andere Materialien wie Plastik oder Metallklemmen im sogenannten Deinking-Verfahren aus dem Papier gewaschen und die Masse gebleicht. Für recycelte Feinstpapiere, die wir für Geschäftsausstattungen nutzen, werden in der Produktion Frischfaseranteile hinzugegeben. Im Gegenteil zu Kartonagen, Zeitungspapieren, grauem Büropapier oder Toilettenpapier, die meist zu 100 % aus Altpapier bestehen. Die gereinigte Papiermasse wird ausschließlich mit Kreide und Porzellanpulver vermischt und zu neuen Papierbahnen gepresst. Der Weißegrad wird dabei mit weißen Füllstoffen angepasst. Leider lässt sich Papier nicht unendlich oft recyceln, da die Holzfasern bei jedem Recyclingvorgang verkürzt werden. Deshalb ist die Auswahl und der effiziente Einsatz von Papier so entscheidend.

Wie wir/Sie Papier einsparen können

1. Think before you printVor jedem bedruckten Blatt Papier aus dem büroeigenen Drucker überlegen, ob dieses wirklich nötig ist! Für Printprodukte, die in Auftrag gegeben werden, lohnt sich eine effiziente Kalkulation. Anstatt große Mengen an Flyern und Broschüren an einem Ort verstauben zu lassen, und im schlechtesten Fall am Ende auf den Müll zu werfen, lohnt es sich bei wiederkehrenden Projekten lieber zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal nachzudrucken.

2. Klimaneutraler DruckAchten Sie bei der Produktion auf einen klimaneutralen Druck. Hierbei steht der natürliche Kreislaufgedanke im Fokus. Ein geringer Prozentsatz des Produktionspreises wird in nachhaltige Projekte reinvestiert.

3.  Recyclingpapier verwendenBei der Wahl des Papieres sollte aus ökologischer Sicht auf Recyclingvarianten geachtet werden. Diese haben geringere negative Auswirkungen auf die Umwelt. Zur Herstellung von Frischfaserpapier wird der Rohstoff Holz meist aus Übersee importiert. Während bei der Herstellung von Recyclingpapieren der CO2-Ausstoß, der Wasserverbrauch, der Energieaufwand in der Papierproduktion und der Rohstoff Holz enorm eingespart werden können.

Wie erkenne Ich umweltfreundliches Papier? — Die drei wichtigsten Siegel für umweltfreundliches Papier im Vergleich

Wer auf seinen ökologischen Fußabdruck achten will, nutzt im Büro und im Haushalt am besten komplett recycelte Produkte aus Altpapier.


Blauer Engel

Der Blaue Engel zählt zu den bekanntesten Altpapiersiegeln.
Es garantiert die Einhaltung der DIN-Norm auf gebrauchstaugliches 100-prozentiges Altpapier und die Einhaltung von Schadstoffgrenzen, die beispielsweise Chlor oder schwer abbaubare Stoffe verbieten.

FSC

Das FSC ist ein Zertifizierungs-
system für die Forstwirtschaft.
Hier wird auf die biologische Vielfalt und den Schutz der Rechte eingeborener Völker geachtet.
Für Papiere und Pappen sind folgende Kategorien interessant:  „FSC-MIX“ (70 %  Recyling-Materialien/30 % Frischfasern) und  „FSC-Recycling“ (100 %).

ÖkopaPlus

Etwas unbekannter, aber aufgrund seiner guten Ökobilanz ebenfalls nennenswert, ist das Siegel ÖkopaPlus. Es wurde zusammen mit Greenpeace entwickelt und steht ebenfalls für reines Altpapier. Außerdem verzichtet das Siegel komplett auf das Bleichen und Auswaschen alter Druckfarben.

Alles über Siegel, auch aus anderen Sparten, finden Sie unter www.siegelklarheit.de.

Qualität der Printprodukte steht an erster Stelle

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