Cold Hawaii

Part 2 | Surfen in Dänemark – Perfekte Winterwellen

Fotos: Benjamin Redeleit
Text: Benjamin Redeleit

Perfekte Winterwellen – Surfen in Dänemark

Aus den 2°Grad Lufttemperatur am Abend sind in der Nacht Minusgrade geworden. In einer Anwandlung aus tiefer Entspannung nach einem erfüllten Surftag und in wohliger Vorfreude auf den nächsten Tag, hatte ich mich mit einem Bier draußen auf die Veranda unseres Hauses gesetzt und dem einsetzenden Schneetreiben zugesehen. Schon nach kurzer Zeit hatte die Kälte meine Kleidung durchdrungen und ich fühlte mich wie schockgefrostet. Wie würde sich da erst die Kälte im Wasser anfühlen. Aus der geöffneten Haustür strömte mir dampfende warme Luft entgegen und stieg in den Abendhimmel. Im Dunkeln konnte ich die Wellen hören. Sie hörten sich gut an.

Foto der Fotostory von Redeleit und Junker zeigt Surfen in DaenemarkFoto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt eine brechende Welle beim Sonnenaufgang am Meer Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt einen Surfer in einer Welle
Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt eine verschneite Mole mit Blick auf das Meer

Eiskalte Perfektion  

Das der Surf so gut werden sollte, habe ich allerdings nicht erwartet. Mit der Kameraausrüstung und diversen Schichten von Kleidung stehe ich am Strand und schaue den ersten Jungs und Mädels beim Surfen zu. Der Erste im Wasser werde ich heute nicht sein. Dafür aber der erste Fotograf am Wasser. Das Licht und die Wellen im Zusammenspiel sind unglaublich. Auf einem Stein stehend, welcher gelegentlich von Wasser umspült wird, mache ich Fotos – bis eine große Welle mich und den Stein überschwemmt. Kurz entschlossen entscheid ich mich die nassen Sachen gegen meinen Neoprenanzug zu tauschen und gehe selbst surfen.

Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt einen Surfer bei einem Takeoff in einer Welle Foto von der Fotostory Redeleit und Junker Dänemark zeigt verschneite Dünen und das Meer Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt eine brechende Welle und einen Surfer

Surfers Paradise

Immer wieder kommen große Wellensets reingelaufen und sorgen für Hektik im Lineup. Jeder versucht an der richtigen Stelle zu sitzen, nicht zu tief, denn dann gibt es eiskalte Waschgänge, aber eben doch dort, wo die Wellen sich am höchsten auftürmen und zu brechen beginnen. Heute morgen muss man schnell sein, dann wird man mit dem ein oder anderen Tuberide belohnt . Die Jungs von Holmstrøm haben dass auf jeden Fall perfektioniert und zeigen eindrucksvoll auf welchem hohen Level das Surfen in Dänemark sein kann.

Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt wartende Surfer im Wasser
Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt einen Surfer beim Cutback in einer Welle Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt einen Strand bei Sonnenaufgang Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt einen Surfer beim Tuberide in einer Welle
Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt einen Surfer bei Sprung von einem Air

Eiszeit

Nach knapp drei Stunden im Wasser beginnen meine Füsse taub zu werden. Ich funktioniere mittlerweile etwas langsamer und beschließe, dass es für mich heute reicht. Nicht mit den Wellen, davon werde ich wohl nie genug bekommen, aber von der Kälte im Neo habe ich definitiv genug. Der Versuch auf dem verschneiten Strandparkplatz aus dem Neoprenanzug raus zukommen scheitert und ich fahre in voller Seerobben-Montur mit dem Auto nach Hause. Meine Familie beobachtet mich neugierig, wie ich nasse Fussspuren hinterlassend durch das Haus schleiche und in der Dusche verschwinde, um aufzutauen. Nur das Grinsen in meinem Gesicht bleibt für den Rest des Tages.

Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt einen Surfer in einer Welle surfend
Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt einen Surfer beim Tubride in einer Welle Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt eine große brechende Welle Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt einen Surfer in einer brechenden Welle
Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt einen Surfer beim Tuberide in einer Welle

Teatime

Nach einem gediegenen zweiten Frühstück, wärmendem Tee und stetiger Nähe zum Kamin, bin ich bereit für den zweiten Teil des Tages. Hätte ich noch Energie und einen trockenen Neo, würde ich noch ein zweites Mal ins Wasser gehen. Beides habe ich nicht, dafür aber Zeit für die Familie. Wir machen eine ausgedehnte Wanderung durch die Dünen und ein weiteres Mal bin ich an diesem Tag von der Schönheit der Landschaft absolut fasziniert. Cold Hawaii – das Paradise zum Surfen in Dänemarkt macht seinem Namen alle Ehre.

Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt eine brechende Welle und Dünenlandschaft
Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt schneebedeckte Zweige einer Tanne Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt einen verschneiten Waldweg
Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt Wellen am Strand
Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt eine verschneite Düne am Strand Foto von der Fotostory Redeleit und Junker zeigt eine brechende Welle Foto von der Fotostory Redeleit und Junker Dänemark zeigt verschneite Dünen am Meer

Cold Hawaii vs. Zuhause

Irgendwann ist dann leider jeder Urlaub mal zu Ende – so auch dieser. Die lieben Freunde verteilen sich wieder in alle Himmelsrichtungen, nach Berlin, in die USA und wo sie überall wohnen und das neue Jahr beginnt mit großen Schritten los zu laufen. Wie immer aber ist die kurze Zeit in Dänemark über Neujahr einfach tiefenentspannend, wunderschön und immer eine Reise wert.

In der neuen Ausgabe unseres ÜBER-Magazins findet ihr übrigens ein Teil der Bilder in gedruckter Form wieder!
Merkt euch schon mal den 18.03.2017 da wird die neue Ausgabe ÜBERALL erscheinen!
Weitere Infos gibt es dazu hier!

Lest hier nochmal den ersten Teil der Story Cold Hawaii!

Vielen Dank an die Jungs von Holmstrøm für eine krasse Performance auf dem Wasser!

Infos zur Region findet ihr hier:
www.visitdenmark.de
www.visitthy.de

Foto von der Fotostory Redeleit und Junker Dänemark zeigt einen Sonnenuntergang am Meer

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