Island – Part 1

Unsere Reise zur Ursprünglichkeit

Fotos: Nils Junker & Benjamin Redeleit
Text: Martin Prosch

1 Auto, 2 Zelte, 3 Kameras, 4 Schlafsäcke …

4 Schlafsäcke für 4 Männer – Benjamin, Nils, Timo und Martin. Wir arbeiten zusammen bei Redeleit und Junker. Wir wollen gemeinsam dem Alltag entfliehen. 10 Tage einmal alles hinter uns lassen, die Natur genießen. Ganz in Ruhe, ohne WLAN und soziale Netze. Unser Ziel ist Island. Nils, der schon auf Island war, will uns dort das Hochland zeigen – Landmannalaugar. Unsere Reise zur Ursprünglichkeit beginnt.

Wir fliegen von Hamburg nach Keflavík. Der Himmel ist bewölkt. Ich kann den Atlantik riechen. Er trägt sein Salz in unsere Nasen. Wir sind auf Island. Vom Flughafen Keflavík fahren wir nach Reykjavik. Wir holen unseren Land Rover Defender ab, den Isak 11. Wir fahren zum Supermarkt. Wir decken uns ein, mit viel Verpflegung.

Benjamin Redeleit und Nils Junker tragen mit ihren Freunden in Island das Equitment in den Land Rover
Nils Junker bestückt den Land Rover für die bevorstehende Fotosstory in Island
Letzte Absprachen in der Garage zwischen den vier Freunden bevor es zum Fotografieren in die Landesmitte Islands geht

Diese Verbundenheit

Wir fahren los, raus aus der Stadt, raus aus Reykjavik. Benjamin sitzt am Steuer, Nils ist der Beifahrer. Nils wird auf unserer Reise der Navigator. Ich glaube, dass er die vielen Landkarten gar nicht brauchte. Er hätte uns auch ohne Karte an jedes Ziel führen können. Seine große Verbundenheit zu Island kannte ich aus Erzählungen. Als wir da sind, spüre ich sie, seine Verbundenheit. Diese Verbundenheit, die auch schnell die meine wird.

Timo und ich sitzen hinten. Der Blick ist etwas eingeschränkt, die Sitzbank bretthart. Ich erinnere mich gern daran, den Wagen so intensiv zu spüren. Zum Abend reißt der Himmel auf. Die Sonne taucht die moosbedeckten Felder in warme Farben. Zaghaft waten wir hinüber. An einem Wasserfall probieren wir das glasklare Wasser. Island hat uns. Und wir haben Island.

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Eine unvorstellbare Farbe

Der erste Morgen beginnt mit viel Sonne. Und einem ausgiebigem Frühstück. Grüner Tee wird zum Ritual. Unsere Route führt uns zu einem Geysir. Von hier aus geht es weiter zu einem Wasserfall. Wir ziehen unsere Kapuzen über den Kopf. Und steigen hinab bis hinter den Wasserfall. Die Luft ist frisch. Und diese Frische ist unglaublich kompakt. Das Gestein ist nass, der Boden weich. Und das Moos, es ist unbeschreiblich weich. Ich gleite oft mit meiner Hand hinüber, über das weiche Moos.

Wir stärken uns und fahren weiter. Weiter zum Eyjafjallajökull. Der Weg dorthin ist einmalig. Er führt uns durch eine riesige Lavawüste. Pechschwarz ist der Boden und rau. Er besteht aus feiner Kieselerde. Ich reibe ihn in meinen Händen, er kratzt meine Haut. Ich rieche ihn. Er riecht nach trockenem Staub, nach längst verbrannter Asche. Seine erloschene Hitze kann man nicht begreifen.

Auf dem Weg zur Gletscherzunge überqueren wir einen Flusslauf. Unser Ziel ist die Höhle, direkt unter der Gletscherzunge. Ihr blaues Licht lockt uns magisch an. Dieses blaue Licht ist eine unvorstellbare Farbe. Und das Foto kann sie nicht einfangen. Das Schimmern, das Spiegeln, das Glänzen, das Gleißende, das Helle, das Dunkle, das Glatte, das Stumpfe – ich glaube kein Bild kann diese Farbe einfangen.

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Berauschende Panoramen

Heute gehen wir das erste mal wandern. Von Basar, unserem Campingplatz, führt ein Wanderpfad uns in die Berge. Benjamin und Nils haben ihre Kamera-Ausrüstung dabei, einschließlich Objektive. Ich begreife schnell, warum sie das schwere Equipment mitnehmen.

Wir gelangen vorbei an Schluchten, massiven Felswänden, Gesteinsketten, engen Pässen. Es ist wie in einem Abenteuerroman. Die Luft ist immer klar, und sie ist rein. Mit jedem Atemzug spürt man die Natur, die Ursprünglichkeit. Auf dem Weg nach oben entwickelt jeder sein eigenes Tempo und seinen eigenen Rhythmus. Es fällt mir schwer, nicht alle paar Schritte anzuhalten. Denn, ich kann mich nicht sattsehen an den berauschenden Panoramen.

Auf einem schneebedeckten Plateau machen wir eine Pause. Von hier aus geht es weiter hinauf. Wir tragen mittlerweile unsere Sonnenbrillen. Denn um uns herum, da ist nur Weiß, nur grelles Weiß. Erschöpft erreichen wir den Gipfel. Das Gestein hier oben ist rot. Und es ist warm. Wir lassen unsere Hände in das Gestein gleiten, wir greifen danach. Die Wärme berührt unsere Handflächen und gibt uns Kraft für den Abstieg. Timo hätte für den Weg zurück nach unten jetzt gern sein Snowboard dabei. Wir gelangen rasch hinunter.

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Midsommar in Island

Zurück im Camp ist es eine einfache Kartoffelsuppe, die uns wieder kräftigt. Sie schmeckt so gut, dass ich alle Töpfe restlos ausschlürfe. Danach feiern wir Midsommar. Gemeinsam mit Isländern und den Menschen aus dem Camp sitzen wir am Feuer – umringt von Bergen und beseelt von diesem Tag.

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Unsere Reise geht weiter.

Zu was unser Land Rover Defender in der Lage ist, wie isländischer Strandsand am Atlantik aussieht und wie wir abseits offizieller Strecken immer wieder versuchen ins Hochland zu gelangen, erfahrt ihr im nächsten Teil. Jetzt trinken wir erstmal einen grünen Tee.

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