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Remote Work und Workation: Ein Erfahrungsbericht

Ein Erfahrungsbericht von

Vincent Oswald Web- + UX-Designer

Themen

Was man beachten sollte wenn man Beruf und Privatleben aktiv miteinander verknüpfen möchte

Hand hoch: Wer kennt das Gefühl auch, dass am Ende des Urlaubs noch so viel vom Jahr übrig ist? Die Lösung für diese Misere: Workation. Dieser Begriff taucht in letzter Zeit immer häufiger auf, vor allem im Zusammenhang mit Home Office und Remote Work. Dabei handelt es sich, wie das Wort schon erahnen lässt, um die Verbindung von Arbeit und Urlaub. Das man beides gut unter einen Hut bekommt, habe ich auf einem Kurztrip nach Portugal getestet und kann es uneingeschränkt weiterempfehlen, wenn man ein paar Dinge beachtet.

Achtung: Grundvoraussetzung ist, dass es in deinem Unternehmen möglich ist remote zu arbeiten. Das solltest du unbedingt vorher einmal abklopfen, bevor du dich an die Planung machst! Wenn du dahingehend ein OK hast, kann es losgehen.

Hier nun meine drei Tipps, die deine Workation zu einer entspannten und dennoch produktiven Reise machen.

Workation Tipp 1: Vorbereitung ist alles

Wie bei einem Urlaub empfiehlt es sich vorher genau Gedanken zu machen, wo und wie es hingehen soll. Zusätzlich zu den üblichen Punkten sollte man aber auch die Faktoren Strom- und Internetversorgung sowie eine eventuelle Zeitverschiebung mit in seine Planung einfließen lassen. Gerade letztere hat ggf. Auswirkungen auf die Arbeitszeit vor Ort und kann dann schnell einen Strich durch etwaige Ausflugspläne machen. Außerdem empfehle ich dir bei der Auswahl der Unterkunft auf einen geeigneten Arbeitsplatz zu achten. Drei Wochen im Zelt mit dem Laptop auf dem Schoß sind unangenehm für Nacken, Rücken und Nerven.
Hat man eine grobe Vorstellung davon, wann es wo hingehen soll, weihe Vorgesetzte und Team in deine Planung mit ein. Denn auch wenn in der Theorie bei Bürojobs in Zeiten von Homeoffice das Arbeiten von überall aus möglich sein sollte, so kann es doch zu Einschränkungen kommen. Diese sollte man vorher abklären, damit dein Trip für niemanden zum Nachteil wird. Sind Vorgesetzte und Team einverstanden kann man sich der nächsten Herausforderung stellen: der Bürokratie.

Der Ausblick aufs Meer war durchaus inspirierend, lenkte aber zugegebenermaßen auch gelegentlich ab.

Ich empfehle dir am Anfang (und bestenfalls auch am Ende) deiner Reise ein paar Tage Urlaub einzuplanen.

Vincent Oswald Web- + UX-Designer

Workation Tipp 2: Bürokratische Herausforderungen meistern

Je nach Reiseziel und Länge der Reise liegen unterschiedlich viele Stolpersteine auf deinem Weg zum Arbeitsplatz an der Sonne. Aber keine Angst: deine Buchhaltung kann dir sicher bei den meisten Punkten helfen bzw. sie dir, wie in meinem Fall, komplett abnehmen. Dennoch hilft es, wenn auch du weißt worauf du achten musst.
Liegt dein Reiseziel in Deutschland, kannst du die Punkte bzgl. Versicherung weitestgehend ignorieren. Möchtest du aber deinen Tapetenwechsel ins Ausland verlegen, dann ist der wichtigste Punkt die Versicherung deiner Person. Generell nützlich ist eine Auslandsreiseversicherung, aber diese gilt nur für den privaten Teil deiner Reise. Damit du auch als Arbeitnehmer versichert bist, muss deine Krankenkasse über deinen Trip informiert sein. Bei dieser muss eine so genannte A1 Bescheinigung beantragt werden, welche bescheinigt das du als Arbeitnehmer:in weiterhin in deinem Heimatland sozialversichert bist. Das muss deine Lohnbuchhaltung übernehmen, da diese über die Schnittstelle zu deiner Krankenkasse verfügt. Du kannst dich aber trotzdem bei deiner Krankenkasse darüber informieren und so deiner Lohnbuchhaltung die Arbeit evtl. erleichtern. Ich finde auch folgenden Artikel dazu informativ: https://www.handwerk-international.de/artikel/a1-bescheinigung-nie-ohne-ins-ausland-105,0,121.html
Ist die A1 Bescheinigung in trockenen Tüchern, gilt es noch den Versicherungsschutz für dein Equipment (wie z. B. deinen Laptop ) zu klären. In den meisten Fällen sollte auch das im europäischen Ausland keinerlei Probleme machen, aber ich empfehle dir das trotzdem noch einmal mit den Verantwortlichen in deiner Firma abzuklären. Nicht das dein Laptop aus Versehen in den Pool fällt und du am Ende dafür gerade stehen musst.
Last but not least: Datenschutz. Hier hat jedes Unternehmen andere Richtlinien. Kläre vorab mit deinen Vorgesetzten oder der/dem Datenschutzbeauftragten ob diese auch in deinem Reiseland eingehalten werden können und worauf du ggf. achten musst.

Hast du all diese Hürden genommen, kannst du nun endlich deine Reise fest buchen. Aber dabei Tipp Nr. 3 nicht außer Acht zu lassen.

Fragen? E-Mail schicken

Workation Tipp 3: Erst das Vergnügen, dann die Arbeit.

Ich empfehle dir am Anfang (und bestenfalls auch am Ende) deiner Workation ein paar Tage Urlaub einzuplanen. Solltest du keine Urlaubstage mehr übrig haben oder dir diese aufsparen wollen, dann lege die Reise am besten so, dass du am Wochenende startest. Denn direkt am Anreisetag noch zu arbeiten, sorgt nur für unnötigen Stress und deine Produktivität wird darunter leiden. Auch in den ersten Tagen solltest du dir freihalten um dir erste Erkundungen zu machen und dich an deine neue Umgebung zu gewöhnen. Ist dein Entdeckungshunger und das Fernweh schon etwas gestillt, versichere ich dir ist die Ablenkung bei der Arbeit deutlich geringer und du produktiver. Außerdem kennst du dann vielleicht schon das nette kleine Café um die Ecke und kannst dir an deinen Arbeitstagen noch fix einen Kaffee holen bevor du dich ans Werk machst. Schlussendlich soll es nicht nur Arbeit in anderer Umgebung werden, sondern du willst von dem Tapetenwechsel auch etwas haben. Also nimm dir für beides Zeit und versuche Arbeit und Urlaub vor Ort zeitlich zu trennen. Dann macht beides mehr Spaß und du wirst einen unvergesslichen Trip haben.

Work-Life-Balance at its best: vormittags arbeiten, nachmittags an den Strand.
Inklusive der bestmöglichen Regeneration: Wellen.

Checkliste Workation

Hier noch einmal meine Checkliste mit allen wichtigen Punkten auf die Schnelle und dann wünsche ich dir viel Spaß bei der Planung vom Arbeiten unter Palmen.

  • Arbeitsumgebung (Internet- und Stromversorgung, sowie Arbeitsplatz) in die Planung mit einbeziehen
  • Vorgesetzte und Team einweihen
  • Bürokratie vorab klären
  • Ausreichend Freizeit vor (und nach) den Arbeitstagen einplanen.
Das Einzig nervige an einem solchen Arbeitsplatz ist die Sonne auf dem Bildschirm.

Alle Fotos wurden von Janine Oswald geschossen. Hier könnt ihr mehr von ihrer Arbeit sehen:

Zur Website von Janine

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Über die Autoren

Vincent Oswald Web- und UX-Designer

Vincent ist ist Web- und UX-Designer bei Redeleit und Junker. Wenn ihr mehr über Vincent und seine Arbeit bei Redeleit und Junker erfahren möchtet, nehmt gerne Kontakt mit uns auf und lernt unsere Agentur kennen!

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